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Kinderleichte Becherküche - so entsteht ein neues Buch!

Du möchtest wissen wie ein Kinderbackbuch, oder Kinderkochbuch aus der Reihe „Kinderleichte Becherküche“ gemacht wird? Hier erfährst du es!

  • Wer überlegt sich das Thema des Buches und entscheidet welche Rezepte abgebildet werden? 
  • Wo werden die Fotos gemacht? Wer gestaltet das Layout der Bücher und wer sind eigentlich die Kinder auf dem Cover?
  • Warum dauert es so lange, bis ein neues Buch aus der Reihe „Kinderleichte Becherküche“ erscheint? 

Antworten zu all diesen Fragen bekommst du in diesem Blogbeitrag!

Birgit Wenz

Birgit Wenz

Gründerin:
Kinderleichten Becherküche

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Mittlerweile gibt es aus der Reihe „Kinderleichte Becherküche“ acht verschiedene Rezeptbücher, zu den unterschiedlichsten Themen. Von süß bis salzig, von vegetarisch bis herzhaft, ist für jeden Geschmack etwas im Angebot. 

Welches Thema ein Buch hat und welche Rezepte darin enthalten sind, entscheide ich, Birgit Wenz, die Autorin der „Kinderleichten Becherküche“ komplett alleine. Durch meine langjährige Erfahrung als Erzieherin weiß ich, wie ein Rezept aufgebaut sein muss, damit Kinder es selbstständig zubereiten können. So gibt es bestimmte Kriterien, die bei der Auswahl eine wichtige Rolle spielen. 

1.)  Einfache Rezepte
Ein Rezept ist dann leicht, wenn die Zubereitungszeit gering ist. Die Anzahl der Zutaten soll überschaubar sein und Eier werden nicht getrennt, sondern kommen ganz in den Teig.

2.) Gefahr erkannt – Gefahr gebannt
Deshalb werden bei der „Kinderleichten Becherküche“ die Speisen größtenteils im Backofen zubereitet, sodass Kinder nicht mit kochendem Wasser oder einer heißen Pfanne in Berührung kommen. 

3.) Klassiker für die ganze Familie
In den Büchern der „Kinderleichten Becherküche“ gibt es überwiegend klassische, alltagstaugliche Rezepte, die jeder kennt. Die Kinder sollen Lust darauf bekommen, die Speisen selbst zuzubereiten. Nach und nach können die Rezepte dann schwieriger werden und auch unbekannte Lebensmittel eingesetzt werden.

4.) Das Auge isst mit
Der Kuchen – oder das Gericht soll auch gut aussehen. Meist hat man bei Kindern gewonnen, sobald Schokoguss, oder Fruchtgummi zu sehen ist. Aber auch mit selbstgebastelten Fähnchen lassen sich Kuchen und Muffins schön dekorieren. Vorlagen gibt es hier, als kostenloses Download.

5.) Viel Einsatz für das Becherset 
Weil das farbige Messbecherset zum Konzept der „Kinderleichten Becherküche“ gehört, soll es auch so viel wie möglich zum Abmessen der Zutaten eingesetzt werden. Deshalb stellt sich bei jedem Rezept die Frage – Können diese Lebensmittel mit dem Becherset abgemessen werden? 

Außerdem muss ich die Größe der Messbecher im Augen behalten. Die kleinste Maßeinheit ist der gelbe Löffel. Aber von manch einem Gewürz ist ein gelber Löffel schon zu viel. Das ist auch der Grund, warum in meinen Rezepten nie Pfeffer verwendet wird.

Die Familie als Testesser!

Wenn ich dann endlich ein Rezept gefunden habe, das die Kriterien erfüllt, geht es ans Probekochen. In unserer Küche wird die Speise zubereitet  und mein Mann – und die Kinder dürfen probieren, was ich gezaubert habe. Nicht immer ruft meine Familie laut „Hurra!“, oft ist das Essen für unseren Gaumen auch ungenießbar. So gab es z.B. einmal als Abendessen Süßkartoffelpommes mit veganem Dip. Sofort war uns allen klar, dieses Rezept kommt auf keinen Fall in ein neues Buch! 

Manchmal jedoch müssen nur Kleinigkeiten verändert werden z.B. weniger Salz und das Rezept ist gebongt. 

A3 Buch mit 15 Rezepten, oder A4 mit 10 Rezepten?

Jetzt kommt die Frage, in welchem Format ich die nächste Ausgabe drucken möchte. Hierfür gibt es keine Regel. Ich habe Kunden, die lieben Größe A3 und andere, die das Buch lieber klein und kompakt haben. So entscheide ich immer nach meiner ganz persönlichen Vorstellung. Stets habe ich eine Seitenzahl als Vorgabe, die ich nicht überschreiten darf. Deshalb muss ich manchmal Arbeitsschritte zusammenlegen, damit das Rezept nicht zu viele Seiten braucht.

Harte Arbeit - Das Fotoshooting

Jetzt werden die Fotos gemacht. In der Regel brauchen wir eine komplette Woche, bis alle Fotos für ein Buch gemacht sind. Extrem genaue Vorbereitung und viele Konzentration von mir, dem Fotografen und dem „Händemodel“ sind nun nötig. Das „Händemodel“ ist übrigens mein großer Sohn. Deshalb findet das Shooting auch in den Ferien statt, damit er für die Becherküche fleißig sein kann. Selbstverständlich bekommt er für seine Mühen auch immer eine tolle Belohnung, die er mit mir schon zuvor aushandelt. Einmal gab es ein Sofa für sein Zimmer.

In der Shooting Woche werden über 1000 Fotos geschossen und anschließend werden die Besten ausgewählt. Am Ende müssen wir leider jedes Mal feststellen, dass doch ein Arbeitsschritt, eine Zutat oder ein Material vergessen wurde und ein weiterer Termin wird vereinbart. 

Wahrscheinlich denkt ihr, die Fotos werden in einer tollen Küche gemacht. Aber das Gegenteil ist der Fall! Wir sind in einem ganz unspektakulären Fotostudio. Ein Holzbrett ist unsere Arbeitsplatte und um uns herum sind nichts als Scheinwerfer, Kabel und Stative. 

Jedes Rezept wird Schritt für Schritt zubereitet und fotografiert. Am Ende jeden Tages haben wir Essen im Überfluss! 

An einem extra Tag werden die Ambiente Fotos geschossen, bei denen das Gericht in Szene gesetzt wird. Dafür braucht es eine andere Kameraeinstellung und Deko. Auch das mache ich alles selbst. So wie das Gericht – oder der Kuchen im Buch zu sehen ist, habe ich es gekocht – oder gebacken. Außerdem habe ich gemeinsam mit dem Fotograf das Drumherum gestaltet.

Fotos für das Cover

Bisher haben wir für all unsere Büchercover eine Lizenz von einer Bildagentur erworben. Deshalb ist es tatsächlich möglich, dass ihr Kinder von unserem Titelbild auch in Zeitschriften, oder Werbeprospekten findet. So waren z.B. die Kinder von der Titelseite „Leckere Backideen für Kinder“ schon in einem ALDI Prospekt zu sehen.

Dann fanden wir jedoch, es ist an der Zeit, eigene Coverbilder zu produzieren. Deshalb fand ein Fotoshooting mit unserem jüngsten Sohn und seiner Kindergartenfreundin statt. Das Ergebnis könnt ihr auf unserem neuen Buchcover Band 8 „Kreative Motivkuchen“ anschauen.

Titel und Texte

Mein Mann und ich überlegen uns verschiedene Titel und entscheiden dann, welcher am Passendsten ist. Auch die Texte für das Buch schreibe ich selbst. Ein Lektorat prüft diese und die Grafik fügt sie hinzu.

Immer wieder korrigieren..

Dann kommen die Korrekturschleifen. In der Regel sind es drei Stück.

  • Ist das richtige Foto an der passenden Stelle?
  • Stimmt die Seitenzahl?
  • Sind die Farbe und Anzahl der Becher richtig?
  • Fehlt auch kein Arbeitsschritt?

Auch wenn man es kaum glauben mag, trotz mehrfachen Kontrollen von unterschiedlichen Personen, findet man bei jeder Korrekturschleife wieder Dinge, die verändert werden müssen.

Jetzt wird gedruckt!

Dann endlich wird die Druckvorlage erstellt und das Buch wird produziert. Bis die fertige Ware geliefert und im Lager ankommt vergehen viele Wochen. Jetzt müssen die Bestellungen ausgeliefert werden, damit die Händler Ware haben. Auch dies braucht wieder Zeit.

„Gut Ding will Weile haben!"

So dauert es von den Rezeptideen – bis zum fertig gedruckten Buch im Handel – knapp ein ganzes Jahr.

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